Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
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Donnerstag, 16. Juli 2015

„Wir müssen an die Mütter ran“

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Schwerin: Die Regionalleitung Schwerin lud zum dritten Mal in diesem Jahr zum Unternehmerfrühstück. Zu dem Thema: „Lassen wir unseren Nachwuchs einfach ziehen?" erschienen knapp 30 Mitglieder des Verbandes in der Weinbergschule des Diakoniewerks Neues Ufer, um mit den geladenen Referenten Vera Arndt, Schulleiterin der Bertolt Brecht Schule in Schwerin, Nadja Jähnig, Schulleiterin der Neumühler Schule Schwerin, und dem Gastgeber Thomas Tweer zu diskutieren.

Den Auftakt gab Regionalleiterin Karin Winkler. Winkler forderte: „Wirtschaft und Schule müssen zur Sicherung zukünftiger Fachkräfte noch enger miteinander kooperieren".Durch die Veranstaltung führte Moderator Herr Norbert Bosse. Bosse warf die Frage auf: „warum muss jeder Abitur machen? Hat das Abitur noch denselben Stellenwert?".

Schulleiterin Nadja Jähnig präsentierte der anwesenden Unternehmerschaft eine eigens durchgeführte Umfrage an der Privatschule unter rund 100 Abiturienten. Danach kristallisieren sich folgende Schwerpunkte heraus:
  • 50 % der jungen Heranwachsenden sind bereit für den Job ihre Heimat zu verlassen
  • die persönliche Entwicklung spielt bei der Berufswahl eine bedeutende Rolle, sowie eine angemessene Freizeit trotz eines Jobs. Die Gestaltung der Freizeit wäre bei Berufen mit Schichtarbeit gefährdet, was die Berufswahl mit beeinflusst.
Karin Winkler regte an, dass die Unternehmen sich mehr in den Schule persönlich bekanntmachen. Doch die Theorie sei, so Bosse, nicht zielführend. Die Mütter stehen in der Verantwortung. Mehr und mehr Schüler lassen sich bei der Berufswahl von den Vorstellungen der Mütter leiten. Die Mutter spielt bei vielen Jugendlichen eine wichtige Rolle. Da müsse der Anknüpfungspunkt sein. Nach Meldungen aus dem Publikum stellte sich heraus, die Jugendlichen brauchen bei den Praktika Erfolgserlebnisse. Nur das fördere die Lust auf den Beruf.

Abschließendes Fazit des Vormittags: Der Unternehmerverband wird sich weiter mit der Sicherung zukünftiger Fachkräfte aus der Region befassen und den Wunsch der Referenten nach einer Kooperation mit den Unternehmen, noch zielgerichteter verfolgen.

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