Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
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Anja Kirchner

Anja Kirchner

„Reale Erlebnisse in virtuellen Lernwelten“ war das Motto der zweitägigen Ausbildungswerkstatt 4.0. Eingeladen hatte das saz - Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum e.V. - in den Perzina Saal des Digitalen Innovationszentrums in Schwerin. Rund 50 interessierte Unternehmen folgten der Einladung und testeten vor Ort verschiedene AR- und VR-Anwendungen für die Aus- und Weiterbildungspraxis. Viele Anwendungsmöglichkeiten, vor allem im gewerblich-technischen Bereich, lassen sich hier finden. Prozess- und Systemverständnis als auch Selbstlernkompetenz und Problemlösefähigkeit zu fördern, stehen dabei im Mittelpunkt. Doch ob die Anwendung tatsächlich was nützt, ergibt sich erst im direkten Ausprobieren. Das saz stellte dazu drei verschiedene Projekte vor, welche kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die Resonanz bei Ausbildungspersonal und Auszubildenden ist nach ersten Berührungsängsten durchweg positiv. So lassen sich mit einem Smartphone, Tablet oder einer Microsoft HoloLens Datenbrille abstrakte Zeichnungen mittels AR-Technik zu erlebbaren Objekten animieren. Das saz setzt dies bereits erfolgreich in der Verbundausbildung der Metallberufe ein.

Besonders intensiv ist das Lernen bei VR-Anwendungen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Immersion, dem „Eintauchen“ in eine virtuelle Welt. Je realistischer die virtuelle Welt und je höher der Grad an Interaktion, umso mehr identifiziert sich der Betrachtende mit der fiktiven Welt. Der boomende Absatz von VR-Computerspielen gibt dem Trend recht. Nun hat die Bildungslandschaft diese Möglichkeiten auch für Lehr- und Lernszenarien entdeckt. So nutzt das saz beispielsweise den „taraVRbuilder“ im Anlagenbau und Logistikbereich,um 2D-Layouts mit 3D Modellen von Maschinen, Förderanlagen, Fahrzeugen und Handarbeitsplätzen zu bestücken. In wenigen Schritten entstehen dabei 3D-Simulationen von Produktions- und Logistikprozessen. Zusammen mit dem Rostocker Partner ANOVA GmbH entwickelt das saz außerdem weitere passende Lehr- und Lernsequenzen. Erste Projektergebnisse wurden im Rahmen des Erprobungsprojektes „ProMech-I“ für den Beruf des Mechatronikers/der Mechatronikerin vorgestellt. Azubis können hier in die virtuelle Welt eines Schaltschrankes „abtauchen“. In mehreren Arbeitsschritten müssen sie Teilaufgaben lösen. Das VR-Trainingssystem protokolliert und bewertet dabei hinsichtlich verschiedener Kriterien und hilft damit den Lernfortschritt transparent für Lernende und Lehrende abzubilden.

Fazit der zwei Tage Ausbildungswerkstatt 4.0: Es gibt viele spannende Anwendungsmöglichkeiten für AR und VR! So wurden weitere Anwendungen vorgestellt, wie beispielsweise die virtuelle Begehung einer Windkraftanlage auf See, der SHW 360° Trailercheck vom Seehafen Wismar als auch weitere Anwendungen im Baugewerbe oder Landwirtschaft. Doch sind hier auch Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Ralf Marohn als Moderator der Ausbildungswerkstatt 4.0 fasst es wie folgt zusammen:

„AR- und VR-Anwendungen sind vor allem im Industriebereich interessant. Aus- und Weiterbildung lassen sich damit attraktiv gestalten und bieten Lehrenden und Lernenden neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung und Kompetenzerweiterung. Doch sind die Entwicklungskosten nicht unbedeutend, außerdem sind passende Lehrszenarien zu finden, die tatsächlich einen Mehrwert bieten. So können beispielsweise gefährliche oder komplexe Arbeitssituationen spielerisch nachgebildet werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist der digitale Schweißtrainer, der gleichzeitig Materialkosten spart. Ob sich Unternehmen, das selbst anschaffen oder über Kooperation im Verbund mit Bildungsdienstleistern und anderen Unternehmen ermöglichen, ist sicherlich nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch das vorhandenen pädagogischen Know-Hows. Da die Entwicklung im Bereich Industrie 4.0 so dynamisch ist, ist es für alle Beteiligten empfehlenswert, gemeinsam Lösungen zu finden und Wissen zu teilen. Wir stehen da als Netzwerkpartner jederzeit zur Verfügung.“

Wir danken dem Gastgeber für die vielen interessanten Eindrücke und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit im Weiterbildungsverbund.

// Fotos: saz e.V.
Bei sommerlichen Temperaturen kamen am 19. Mai rund 60 Interessierte zur ersten Nordic Digital Night zusammen. Das Motto: Wie geht es in Zukunft voran? Eingeladen hatten Jungunternehmer Jeremy Weimann und Fiete Drews von Weimann Media GbR, die genau so ein Format in Schwerin bisher vermissten. Das Coworking Café Tisch von Elisa Witt in der Martinstraße 11 bot dafür die passende Kulisse in lockerer Atmosphäre den spannenden Vorträgen zu lauschen und ins Gespräch zu kommen. Kurzweilige Impulse von Doris Mailänder | Mailaender Executive Plus GmbH, die als erfahrene Führungskraft und Personalberaterin mit „Leidenschaft und Herz“ aus ihrer Praxis berichtete und spannende Einblicke gab bis hin zu Sophia Hammer, die zusammen mit ihren zwei Mitgründern in Greifswald das Start-Up NOVA Campus und die Gründungswerft aufbaute und zahlreiche Geschichten rund um Gründung und Geschäftsmodellentwicklung zu berichten hatte, war natürlich auch die technologische Entwicklung im Bereich von Big Data und Künstliche Intelligenz ein Thema. Dazu gab Wirtschaftsinformatiker Leon Griesch von der Universität Rostock einen spannenden Kurzüberblick. Gemeinsam mit dem Team des Zukunftszentrums MV, zu dem auch der Unternehmerverband gehört, erhalten hier mittelständische Unternehmen aus der Region kostenfreie Beratung und weiterführende Unterstützung rund um Fragen von KI und deren Einsatzmöglichkeiten.
 
Abgerundet wurde der Abend mit einer Podiumsdiskussion. Moderiert von Marc Walter | walter:konzept, der nach einer Karriere im Firmenkundenbereich einer deutschen Großbank nun seit mehreren Jahren bestens die Start-Up Szene in MV kennt als auch zahlreiche Digitalisierungsprojekte für Kommunen und Landkreise im Bereich „Smart City“ betreut, stellte die passenden Fragen. Welche Herausforderungen gibt es bei Personalsuche? Was sagt der Digitalisierungsstand im Land? Welche Unterstützung wird von der Politik gebraucht? Dazu konnte auch Jeremy Weimann als Geschäftsführer eines Software – und Technologieunternehmens einiges berichten. "So ist es, insbesondere im IT-Bereich schwierig in der Region passende Fachkräfte zu finden. Da bietet das Angebot von Nova Campus, Studierende über Praktika und Bachelorarbeiten an sich als Unternehmen zu binden, eine Möglichkeit. Neben dem Ausbau von Breitband, sind natürlich auch Funklöcher zu schließen, um das Thema Digitalisierung und Innovation noch mehr voranzutreiben. Und was immer hilft, sich auszutauschen und zu netzwerken, um gemeinsam Lösungen zu finden“, so Gastgeber Jeremy Weimann.

Wir danken den Veranstaltern für die herzliche Einladung und freuen uns auf das nächste Event im Herbst!

Nordic Digital Night            


Vom 11.04. bis 15.04.22 trafen sich die Partner des ERASMUS-Projektes BE.CO.M.IN.G. zum zweiten gemeinsamen Austausch in Prag. In kleinen kurzweiligen Workshops ging es rund um das Thema lebenslanges Lernen. Welche Kommunikationsstrategie braucht es beispielsweise, um Unternehmen und Beschäftigte für dieses Thema zu begeistern? Dr. Jan Beseda von der Universität Prag gab als Digitalpädagogik-Experte dazu konkrete Tipps wie mithilfe digitaler Tools selbst trockene Themen motivierend vermittelt werden können. Arbeits- und Kostenaufwand für kleine Lerneinheiten halten sich in Grenzen und können mit ein wenig Übung sogar von Unternehmen selbst erstellt werden – beispielsweise im Rahmen eines Azubi-Projektes.
Fazit: Besonders für Beschäftigte, die mit dem Thema Lernen und Veränderungen eher negative Erlebnisse verbinden, eignen sich spielerische Elemente - sei es über ein lustiges Video, ein interaktives Quiz oder die klassische Methode des Rollenspiels.

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Das nächste Projekttreffen ist für Juni in Pescara/Italien geplant. Dann soll an weiteren Unterstützungsangeboten für Unternehmen und Beschäftigten gearbeitet werden. 
Mehr Infos zum Projekt BE.CO.M.IN.G. erhalten Sie hier. 

BE.COMING           Erasmus
Unser langjähriger Projektpartner RegioVision hat ein neues Projekt gestartet, das sich schwerpunktmäßig um Altersmanagement in KMUs kümmert. Worum es konkret geht, erfahren Sie hier in der Kurvorstellung:

„AgeAdapt - Adaptation Tools for Ageing Workforce in SMEs“ (Anpassungswerkzeuge für die alternde Belegschaft in KMUs) ist der Titel eines neuen Projektes im Rahmen des Programms „Erasmus+“ der Europäischen Union. Vom 01.11.2021 bis zum 31.10.2023 arbeiten sechs Organisationen aus Deutschland, Polen, Slowenien, Spanien und der Tschechischen Republik gemeinsam daran, Arbeitnehmer*innen einen möglichst langen Verbleib im Arbeitsprozess zu ermöglichen. Die RegioVision GmbH Schwerin ist Projektkoordinator.

Die sehr rasch alternde Bevölkerung in den meisten europäischen Ländern führt bereits jetzt zu einem spürbaren Fachkräftemangel, der sich in den nächsten Jahren nochmals deutlich verschärfen wird. Es wird daher ein Ziel der Unternehmen sein müssen, ältere Arbeitnehmer*innen so lange wie möglich als Arbeitskräfte zu behalten. Das Projekt richtet sich an die älteren Arbeitnehmer*innen (55+) sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Für beide Gruppen werden Lernmaterialien erarbeitet, die Arbeitnehmer*innen und Unternehmen helfen, die speziellen Bedürfnisse alternder Belegschaften zu erkennen und zu bewältigen.

Als erstes Projektergebnis wurde ein State-of-the-art Bericht angefertigt, der die aktuelle Situation in den Ländern des Projektkonsortiums beleuchtet und die Grundlage für die Entwicklung innovativer Lernmaterialen bildet.
Mehr Infos zum Projekt erhalten Sie hier.

Fachkräfte finden und binden und Trends von morgen entdecken, darum ging es in der Veranstaltung, bei der sich rund 40 Interessierte digital austauschten.

#Fachkräftesuche
Wie kann ich Fachkräfte finden und binden? Welche Initiativen und Netzwerke gibt es im Land? Dazu gab Birte Nagel von DEHOGA MV wertvolle Tipps. Als Interessensvertretung hat der Verband dazu eigens einen Handlungsleitfaden mit 15 Themenschwerpunkten entwickelt. Dazu gehören einheimische Schulabgänger:innen für die duale Ausbildung zu begeistern, aber sich auch attraktiv für Fachkräfte aus EU und Drittstaaten aufzustellen. Neben der IHK-gestützten Ausbildungskampagne „Durchstarten in MV“, bei der Unternehmen ihre offenen Ausbildungsstellen kostenfrei einstellen können, wurde speziell für die Ausbildungsberufe in der Gastronomie und Hotellerie die Kampagne „Gastroburner“ entwickelt. Mit einem umgebauten Foodtruck reist das Team der Gastroburner durch MV und zeigt Schüler:innen direkt vor Ort, den Ausbildungsalltag sowie Ausbildungsmöglichkeiten in der Region. Zur Fachkräftegewinnung aus dem Ausland eignen sich die Recruitingprojekte EURES und THAMM, so Birte Nagel und berichtete über gelungene Beispiele aus der Praxis. Beide Projekte unterstützen und begleiten bei der Suche und Vermittlung von Fachkräften aus Europa und Drittstaaten. Unterstützung bei der Integration vor Ort bietet die Koordinationsstelle für Fachkräfteeinwanderung MV – kurz KoFA MV.
 
#Azubi und #Ausbilder:innen
Wie unterstütze ich Azubis mit Migrations-/Fluchthintergrund sowie Azubis mit Lern- und Verhaltensauffälligkeiten? Auf diese Frage hatte Luisa Wiese vom AFZ Aus- und Fortbildungszentrum Rostock ein tolles Angebot im Gepäck, das über das bundesweite Ausbilder-Netzwerk Q 4.0 entwickelt wurde. Das kostenfreie Weiterbildungsangebot bietet neben Webinareinheiten und Online-Studium viel Flexibilität, sich als Ausbilder:in zu diesen Themen weiterzubilden und mit anderen Ausbilder:innen auszutauschen. Mehr Infos hier. 
Dr. Wolfgang König und Andreas Jurchen vom Bildungswerk der Wirtschaft, die ebenfalls Partner im Netzwerk Q 4.0 sind, stellten das Kursangebot „Digitaler Campingplatz – aber Datensicher!“ vor. Insbesondere Datenschutz und IT-Sicherheit sind Themen, die in der Praxis oft zu kurz kommen. Das kostenfreie Angebot ist so konzipiert, dass es für alle Berufe aus dem Tourismusbereich geeignet ist. Über einen Zeitraum von drei Wochen wechseln sich dabei digitale Gruppen – und Selbstlerneinheiten ab und ist für Ausbilder:innen und Azubis gleichermaßen geeignet. Mehr Infos hier.

#Netzwerken
Von Employer Branding über Coaching bis hin zu Mystery Checks, dazu berät kostenfrei das Netzwerk Wamoz Unternehmen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Merle Pelikan als Projektleiterin kommt aus der Praxis und kennt daher die Bedarfe der Branche ganz genau. Als Ausbilderin unterstützt sie das überbetriebliche Ausbildungszentrum Waren und leitet darüber hinaus die Gastro-AG, bei der sich interessierte Unternehmen regelmäßig zu aktuellen Themen der Branche austauschen können. Mehr Infos hier. 

#Weiterbildung
Weiterbildung –(k)ein Thema in der Tourismusbranche? Dieser Frage stellten sich Ulla Bünde und Georg Lange vom Weiterbildungsverbund HOGA:Co. Als bundesweites Projekt unterstützen sie Unternehmen bei der Planung gemeinsamer Weiterbildungen. Denn die Erfahrung zeigt, insbesondere für kleine Unternehmen ist das Thema Aus- und Weiterbildung eine zeit- und kostenintensive Aufgabe. Eine Lösung ist hier, dass sich Unternehmen zusammenschließen, um gemeinsam Lösungen und Strategien im Verbund zu entwickeln. Mehr Infos hier.  

#Trends 
Zum Abschluss der Veranstaltung wagten wir einen Blick in die Zukunft. Was sind die Trends im Tourismusbereich? Dazu berichtete Maria Freyer vom Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Rostock und stellte einige Good Practices vor, die auch als Download auf der Homepage zu finden sind. Dabei geht es von smarten Managementkonzepten, über Datenschutz & IT-Sicherheit hin zum Thema Smart Hotel und Gesundheitstourismus. Neben dem Thema Digitalisierung ist es das Thema Nachhaltigkeit, das immer mehr in den Fokus rückt. Auch hier heißt es: Kooperation, ist der Schlüssel für mehr Innovation. Gern unterstützt das Team des Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrums bei der Umsetzung und bietet ebenfalls kostenfreie Beratung für Unternehmen aus der Branche an. Mehr Infos hier. 

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Erasmus-Projekes "BE.CO.M.IN.G" organisiert. 


BE.COMING    Erasmus

Unter dem Motto "Für mehr Innovation in der Region" trafen sich am 7. April rund 30 Interessierte zum hybriden Unternehmerfrühstück in Schwerin. Die modernen Räumlichkeiten von Trebing + Himstedt Prozeßautomation GmbH & Co. KG boten dabei die besten Bedingungen, sich den interessanten Impulsen zu widmen und in regen Austausch zu treten.

Nach der Begrüßung durch Regionalleitungsmitglied Ricarda Kletzin und Geschäftsführerin des noch jungen Bildungsunternehmens MOREDU GbR ging es direkt in die Fachthemen von Innovation und Weiterbildung. Jens-Peter Trulsen von HANS BODE Innovative Büroelektronik GmbH stellte als Vorstandsmitglied zunächst den "Open Factory Campus e.V." vor. Im Herbst 2020 gaben elf Unternehmen aus Westmecklenburg den Startschuss zum Aufbau eines Innovationsclusters rund um das Thema Industrie 4.0. IT-Unternehmen als auch innovative Maschinen- und Anlagenbauer wollen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch gemeinschaftliche Produktentwicklung, Mitarbeiterqualifikation und durch die Anschaffung gemeinschaftlich genutzter Technik stärken. „Ziel ist es, eine "IT-Achse" nach Schwerin bis ins südliche Westmecklenburg zu verlängern, um auch Unternehmen in größerer Entfernung der Hochschulen besser einbinden zu können.“, ergänzte Dr. Dorothee Wetzig von der IHK zu Schwerin, die ebenfalls Netzwerkpartner des Open Factory Campus sind. „Aus den bestehenden Mitgliedsunternehmen haben sich seit Projektbeginn bereits vier Projektgruppen gegründet, die sich regelmäßig austauschen“, berichtete Netzwerkkoordinator des Open Factory Campus Karmand Abdallah. Die Themen reichen dabei von Nachwuchsgewinnung, über additive Fertigung und 3D-Druck, KI und Machine Learning bis hin zu VR, AR und Digitalem Zwilling. Sie haben Interesse am Open Factory Campus? Dann melden Sie sich gern bei Karmand Abdallah. Weitere Infos zum Netzwerk finden Sie hier: www.openfactorycampus.com.

Doch was braucht es für innovative Ideen? „Definitiv eine andere Arbeits- und Wissenskultur, denn kreative Ideen entstehen nicht in einem sterilen Arbeitsumfeld, sondern brauchen Raum und Freiheit, abseits eingetretener Pfade“, so Steffen Himstedt. Als einer der beiden Geschäftsführer von Trebing + Himstedt gab er Einblicke in agile Arbeitsweisen und Tipps für das Gelingen digitaler Transformation. Das IT-Unternehmen aus Schwerin mit weiteren Standorten in Berlin und Stuttgart, feierte jüngst sein 30-jähriges Firmenjubiläum, und kann auf zahlreiche Erfahrungen aus Beratung und Umsetzung von Projekten in großen Industrieunternehmen zurückgreifen – und lebt agile Arbeitsweisen im eigenen Unternehmen vor. Ein Design Thinking Raum, Clean Desks und Arbeitsweisen wie Scrum und Kanban gehören zum Unternehmensalltag, davon konnten sich die Teilnehmer bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten von Trebing + Himstedt überzeugen. Was ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor digitaler Transformation? „Große Projekte in kleine Arbeitsaufgaben unterteilen, in kleinen Sprints Projektstand und Projektziel abgleichen und gegebenenfalls nachsteuern. Das bedeutet auch, alle Beschäftigten, vom Produktionsmitarbeiter über den Vertrieb und Einkauf bis zur Geschäftsführung mit in den Prozess einzubeziehen, sonst ist die Gefahr groß, dass das Projekt schief geht und nicht nur Kosten steigen, sondern auch der Frust. Unternehmen müssen außerdem lernen, dass es für digitale Transformation keine vorgefertigten Lösungen gibt, da es im Bereich Industrie 4.0 unzählige Möglichkeiten gibt, Unternehmensprozesse zu optimieren. Digitale Transformation ist ein Prozess, der auch ein anderes Verständnis von Unternehmens- und Führungskultur und Weiterbildung voraussetzt“, ergänzt Steffen Himstedt und verweist auf den die T+H Campus, der als Lernplattform Unternehmen bei der Transformationsreise unterstützt. Als Netzwerkpartner engagiert sich das Unternehmen ebenfalls beim Open Factory Campus und ist zugleich Projektpartner im Weiterbildungsverbund WeDiKo Wind.

Wie Innovation und Weiterbildung in kleineren Industrieunternehmen aus der Region umgesetzt wird, dazu gab Markus Fischer vom REFA Landesverband MV e.V. digital zugeschaltet aus Rostock, praktische Einblicke. So gibt es von analoger Prozessverbesserung bis zur digitalen Auswertung viel Potenzial in Unternehmen aus dem gewerblich-technischen Bereich. „Methodisches Wissen von Zeitaufnahmen und Prozessanalysen sind oftmals nur partiell vorhanden. Dabei decken Prozessanalysen oft enorme Einsparungspotenziale innerhalb der Fertigung auf. Frei gewordene Ressourcen können dann für andere wertschöpfende Tätigkeiten genutzt werden. Das kann zugleich in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischen Wandel, auch das eine oder andere Personalproblem lösen “, fasst Markus Fischer seine Erfahrungen zusammen. Zahlen, Daten und Fakten aus dem Produktionsprozess können beispielsweise mit Microsoft Power BI erfasst werden, dass beim Microsoft Paket 365 Paket Standard ist. „Statt nur dem subjektiven Gefühl zu vertrauen, sieht man die Schwachpunkte in der Produktion an einem Dashboard ganz genau und kann gezielt gegensteuern. Auch hier gilt die Beschäftigten miteinzubinden, um den Mehrwert digitaler Transformation zu zeigen und die Scheu vor Veränderung abzulegen. Denn letztlich soll es auch darum gehen die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern, indem Belastungen durch optimierte Montageplanung und Taktung minimiert werden als auch digitale Tools helfen, den Arbeitsprozess für Beschäftigte transparenter zu gestalten. Wird dies richtig kommuniziert, stellt sich bei allen Beteiligten schnell der Aha-Effekt ein. Viele gute Ideen kommen dann direkt von den Beschäftigten aus der Produktion“, fasst Markus Fischer das Angebot von Beratung und Weiterbildung des REFA Landesverbandes MV e.V. zusammen. Sie sind ebenfalls Projektpartner im Weiterbildungsverbund WeDiKo Wind.

Wir danken allen Referenten für die interessanten Impulse und Einblicke und Trebing + Himstedt für die Einladung, das Unternehmen näher kennenzulernen! TV:Schwerin hat einige Eindrücke des Tages hier eingefangen.

Sie haben Interesse an weiteren Themen rund um Industrie 4.0 und Bedarf an weiterführender Weiterbildung für Ihre Beschäftigten? Dann werden Sie Netzwerkpartner im Weiterbildungsverbund WeDiKo Wind. Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier

// Anja Kirchner

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Donnerstag, 31. März 2022

Unternehmerzeitung 01/2022

Unsere Pressemitteilung finden Sie hier zum Download.
Die Arbeitswelt ist im Wandel - Digitalisierung und Nachhaltigkeit die bestimmenden Themen im betrieblichen Alltag. Wie kann bzw. muss Ausbildung gestaltet werden, damit Auszubildende und Unternehmen für die Herausforderungen von heute und morgen vorbereitet sind? Dazu gaben unsere Referent:innen wertvolle Impulse und Tipps. Rund 40 Ausbildungsverantwortliche folgten unserer Einladung und teilten zugleich ihre Erfahrungen aus der Praxis.

Fest steht, für viele Unternehmen ist der Strukturwandel neben dem Fachkräftemangel eine große Aufgabe. Je nach Branche und Unternehmensgröße sind die Herausforderungen unterschiedlich komplex. Umso wichtiger ist hier der Austausch mit anderen Ausbildungsverantwortlichen. Voneinander und miteinander lernen, ist bekanntlich der beste Weg, Herausforderungen zu meistern. Wir haben alle Impulse und weiterführenden Informationen aus dem Ausbildertrainingscamp hier aufbereitet. Gern können Sie den Link an Interessierte weiterleiten.

Wir bedanken uns herzlich bei:
  • Luisa Wiese und Claudia Richeling vom Projekt Netzwerk Q 4.0 // AFZ Aus- und Fortbildungszentrum Rostock GmbH
  • Ralf Marohn vom Projekt DiBiKu // saz - Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum e.V.
  • Phillip Keip vom Projekt GEKONAWI*transfer // WBS TRAINING AG
  • Kim-Isabel Kienle vom Projekt INEBB //Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg
für die kurzweiligen Beiträgen und Inspirationen! Es lohnt sich definitiv ein Blick auf die digitale Pinnwand. 


Die Veranstaltung wurde vom Weiterbildungsverbund WeDiKo Wind organisiert. Das Vorhaben wird im Rahmen des Bundesprogrammes "Aufbau von Weiterbildungsverbünden" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.
Hier kommen Sie zum Download unserer Pressemitteilung.
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