Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
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Freitag, 07. Mai 2021

Unternehmensnachfolge - Geplant / Ungeplant

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Bei einer Unternehmensnachfolge wird häufig an ein Testament oder an eine geplante Übergabe gedacht. Aber: Corona-Infektion – vier Wochen Intensivstation oder länger. Danach ist man hoffentlich wieder gesund. Was passiert in den vier Wochen im eigenen Unternehmen? Sind Vertretungsregeln festgelegt? Wer hat die Passwörter? Bekommen die Beschäftigten ihre Gehälter? Ein attraktiver Vertragsabschluss steht an - was ist zu tun? Sind Sie vorbereitet?
 
Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Unternehmerabend des Unternehmerverbandes in der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim per Videokonferenz am 5. Mai. Helge Kiecksee (Foto) von der Kiecksee & Partner mbB Steuerberatungsgesellschaft in Hagenow sprach zu diesen brisanten und wichtigen Themenkomplexen. Als Präsidiumsmitglied im Verband ist einer seiner Tätigkeitsschwerpunkte die Unterstützung bei Unternehmensnachfolge.
 
Thema war zunächst der sogenannte „Unternehmerische Notfallkoffer“. Gerade die aktuelle Pandemielage zeigt den Bedarf auf, diese elementaren Regelungen unbedingt im Voraus zu treffen. Zahlreiche unternehmerische Entscheidungen sind bei Ausfall des Firmeninhabers plötzlich nicht mehr möglich. Lieferantenrechnungen, Steuern, Sozialabgaben, Gehälter können u.U. nicht gezahlt werden. Die Auftragsannahme ist gestoppt. Bei fehlendem Notfallplan kann es innerhalb kürzester Zeit zur Insolvenz kommen.
 
Neben den nötigen Regelungen für einen plötzlichen Ausfall sind Unternehmensübergaben aus Altersgründen gut zu planen. Immer weniger Menschen wagen in Deutschland den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Zahl der Unternehmen, die keinen Nachfolger finden, wächst stetig. Deshalb ist es notwendig, sich frühzeitig damit zu beschäftigen. Frühzeitig meint im Idealfall 5 Jahre vor dem Ausscheiden, wie der Referent auf Nachfrage betonte. Wie sehen die Rahmenbedingungen für die Nachfolge aus? Besprochen wurden die Möglichkeiten einer internen Übergabe, einer externen Übergabe und daraus resultierende steuerliche Aspekte. Mögliche Probleme beim Übergabeprozess zeigte Helge Kiecksee auf und gab Empfehlungen für abgebende Unternehmen.
 
Leider fehlt im Tagesgeschäft oft die Zeit, sich um die beim Unternehmerabend thematisierten Sachverhalte angemessen kümmern zu können. Es gab daher gute Hinweise, wie organisatorische Regelungen aussehen können. Helge Kiecksee erläuterte dies anhand praxisnaher Beispiele. Die teilnehmenden Mitglieder bekamen unmittelbar nach der Veranstaltung die umfangreiche Präsentation zugesandt.

Der Unternehmerverband bietet mit solchen und ähnlichen Formaten umfangreiche Unterstützungen für die Mitgliedsunternehmen zu ganz verschiedenen Themen und wie hier zu wichtigen Steuer-, Finanz- und Gesetzesfragen.
 
Wir danken Helge Kiecksee für den überzeugenden Vortrag!
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