Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.
Anmelden

Einloggen

Username *
Password *
an mich erinnern
Guido Raabe

Guido Raabe

Freitag, 10. September 2021

Politik traf Wirtschaft

Bezüglich der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sind viele Wähler noch unentschlossen. Die letzte Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat klar gezeigt, wie sehr Prognosen und Wahlergebnis sich unterscheiden können. So sieht es der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V. als wichtig an, seinen Mitgliedern im Vorfeld der Landtagswahl Gelegenheiten zu geben, die Kandidaten für den Landtag direkt zu befragen. Dies geschieht im Format „Bierdeckeldialog“.
 
Am 7. September stellte sich der Kandidat der CDU für den Wahlkreis Parchim-Lübz-Plau, Wolfgang Waldmüller (Foto, Mitte), den Unternehmern. Ca. 30 Gäste zeigen klar das Interesse der Wirtschaft hier an der Politik. Die Hafenterrassen in Parchim waren Austragungsort der Veranstaltung. Der Verband in der Region Ludwigslust-Parchim hatte sich ein Konzept überlegt, bei dem die Unternehmer einbezogen wurden und selbst Fragen stellen konnten.
 
Regionalleiter Volker Rumstich (Foto, links) begrüßte die Anwesenden. Danach stellte sich Wolfgang Waldmüller vor. Er gehört bereits seit 2006 dem Landtag an. Ist Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender seiner Partei. Die Nähe zur Region und zum Unternehmertum kam dabei gleich klar zum Ausdruck. Dann ging es zur Sache. Die ersten drei Fragen stellten die Moderatoren Volker Rumstich und Regionalgeschäftsstellenleiter Guido Raabe (Foto, rechts). „Sie regieren seit 15 Jahren in drei Legislaturperioden mit. Das ist in der Politik eine lange Zeitachse. Warum soll jetzt vieles besser werden?“, fragte Guido Raabe. Wolfgang Waldmüller verwies darauf, was sich in 15 Jahren alles geändert hat. Er zeigte Erfolge seiner Partei auf, Projekte welche diese in der Großen Koalition durchsetzen konnte. Schilderte aber auch die Aufgaben, vor denen die Region steht. „Den Überbietungswettbewerb beim Mindestlohn macht seine Partei nicht mit“, sagte er auf entsprechende Nachfrage. „Die CDU setzt auf die Tarifautonomie. Für den Mindestlohn bekommen Unternehmer heute auch keine Fachkräfte mehr“, so Waldmüller.
 
Fragen kamen später im Wechsel vom Publikum und den Moderatoren. Verschiedene Themenfelder sind angesprochen worden. Rente, Bildung, Fachkräftesicherung, Ausbildung, Landwirtschaft. Der Kandidat wurde auch seitens des Publikums mit schwierigen Fragestellungen konfrontiert.
 
Ein Satzergänzungstest bildete den Auftakt zur Schlussrunde. Der Politiker musste hier durch den Moderator angefangene Sätze ergänzen. In der Beantwortung bestand nur ein sehr enger Spielraum. Schließlich die Schlussfrage: „Warum sollte der Bürger, der Unternehmer, CDU wählen?“ Zwei Minuten Zeit gab es dafür und die Stoppuhr wurde gezückt. Obwohl er schon über 90 Minuten gesprochen hatte, zeigte sich Waldmüller humorvoll, indem er entgegnete: „Das habe ich doch die ganze Zeit schon begründet.“ In 70 Sekunden argumentierte er dann doch nochmal.
 
Wir danken Wolfgang Waldmüller, dass er Rede und Antwort stand! Er konnte alle Fragen beantworten, ist nicht ausgewichen. Für ihn ein echter Test an der Basis. Ein offener, sachbezogener, auch kritischer Austausch!
Freitag, 27. August 2021

Wertschätzung für Kunst gezeigt

Kunst:Offen ermöglicht einmalige Einblicke in die Künstler-Szene, in offene Ateliers und Kunstwerkstätten. Unser Mitglied „Das Atelier – Martina Kriedel“ lud dazu u.a. ein. Martina Kriedel betreibt ihr Gewerbe in Zapel bei Hagenow. Ihre Geschäftsfelder sind Portraitmalerei, Marionettenbau und -theater sowie Kreativprojekte. 2018 wurde sie für den Ludwig-Reinhard Kulturpreis nominiert.
 
Da zeigte sich der Samstag von seiner besten Seite. Am 21. August wurde die Einladung bei strahlender Sonne gern angenommen. Der Besuch geschah in Verbindung mit dem 20-jährigen Firmenjubiläum der freischaffenden Künstlerin. Der Verband überreichte dazu eine Urkunde. Sogar das Fernsehen war bei Kunst:Offen in Zapel dabei und sendete noch am gleichen Abend.
 
Die Kunst hat eine besondere Bedeutung in der Gesellschaft. Ebenso für das Unternehmertum. Gerade in schwierigen Zeiten wird hier Freude empfunden. Künstler leben von ihrem Publikum. Langanhaltende Kontaktbeschränkungen trafen diese Branche in erheblichem Maße. Deshalb ist es schön, wenn jetzt die Tore und Türen wieder geöffnet sind. Die Gedanken der Menschen spiegeln sich wieder in Kunstwerken. Eindrucksvolle Momente werden festgehalten. Kunst und Kultur genießen einen hohen Stellenwert.
 
Die Besucher verteilten sich über den Nachmittag bis frühen Abend. Martina Kriedel ist jetzt auch Partner der Ehrenamtskarte. Wir wünschen ihr weiterhin viele kreative Stunden und interessierte Kunden für ihre verschiedensten Projekte!
Freitag, 20. August 2021

Sommerfest in TexasMV

Texas in MV? Mit dieser spannenden Frage begann der Unternehmerverband in der Region Ludwigslust-Parchim seine Einladung an die Mitglieder. Trotz mäßigem Wetter und zeitweisem Regen fanden sich am 18. August über 50 Unternehmer im Ferienresort TexasMV ein. Tobias Bone-Winkel betreibt seit Jahren in der Nähe von Hagenow das Objekt. Er ist sogar mit zwei Unternehmen Mitglied im Verband. 

Zunächst begrüßte Regionalleiter Volker Rumstich die Anwesenden. Nach langer Pause konnte endlich wieder in Präsenz eine Veranstaltung stattfinden. Die Freude darüber war deutlich spürbar. Der Wunsch nach persönlichem Austausch untereinander, sollte umgesetzt werden. Regionalgeschäftsstellenleiter Guido Raabe stellte dann die letzten 6 Neuzugänge im Verband vor. Sie sind über den ganzen Landkreis verteilt. Sogar eine Firma aus Niedersachsen ist dabei.

Die Anwesenden bekamen eine Führung durch den Ferien- & Wellnesspark. Schwimmbad, Restaurant, Ferienwohnungen und Zimmer befinden sich in einer naturnahen Umgebung. Für Veranstaltungen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Tagungen, Konferenzen, Hochzeiten und Feiern finden dort z.B. statt. Es gibt ganz viele Freizeitmöglichkeiten. Ein See ist gleich auf dem Gelände. Natürlich darf bei Texas auch die Kutsche nicht fehlen. Pferde gehören also ebenfalls dazu. Tobias Bone-Winkel erklärte leidenschaftlich die Historie, Gegenwart und Zukunftspläne. 

Der Unternehmerverband lud anschließend zum Grillbuffet auf der Terrasse ein. Die Mitglieder bekamen gern die Möglichkeiten der Kontaktanbahnung, Kontaktpflege und Kontaktintensivierung in lockerer Runde. Nach ca. dreieinhalb Stunden traten die letzten Gäste die Heimreise an. 

Sich zu treffen, zu sprechen und in einer vielen Gästen bisher nicht bekannten Umgebung, Eindrücke zu sammeln – das war Kernanliegen. Die Wirtschaftsvertreter genossen es. 

Wir danken dem Ferienresort TexasMV, Tobias Bone-Winkel, für den gelungenen Abend!
In der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim des Unternehmerverbandes begrüßen wir herzlich 5 neue Mitglieder. Wir führen sie in der Reihenfolge des Eintritts in den Verband auf:


1. Reitec GmbH, Martin Wisniewski, Gewerbeallee 7 c, 19089 Crivitz

2. zoneEINZ GmbH, Robert Gardlowski, Fürstenberger Straße 4, 17258 Feldberger Seenlandschaft

3. BestForBeauty-Parchim, Katja Ölscher, Am Rabensoll 37, 19370 Parchim

4. Warnkes Holzmanufaktur GmbH & Co. KG, Claudia Knoch, Am Alten Bahnhof 2, 19273 Amt Neuhaus

5. Commercers Solutions GmbH, Leonhard Graf von Schwerin, Parchimer Straße 1, 19386 Lübz
Bei einer Unternehmensnachfolge wird häufig an ein Testament oder an eine geplante Übergabe gedacht. Aber: Corona-Infektion – vier Wochen Intensivstation oder länger. Danach ist man hoffentlich wieder gesund. Was passiert in den vier Wochen im eigenen Unternehmen? Sind Vertretungsregeln festgelegt? Wer hat die Passwörter? Bekommen die Beschäftigten ihre Gehälter? Ein attraktiver Vertragsabschluss steht an - was ist zu tun? Sind Sie vorbereitet?
 
Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Unternehmerabend des Unternehmerverbandes in der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim per Videokonferenz am 5. Mai. Helge Kiecksee (Foto) von der Kiecksee & Partner mbB Steuerberatungsgesellschaft in Hagenow sprach zu diesen brisanten und wichtigen Themenkomplexen. Als Präsidiumsmitglied im Verband ist einer seiner Tätigkeitsschwerpunkte die Unterstützung bei Unternehmensnachfolge.
 
Thema war zunächst der sogenannte „Unternehmerische Notfallkoffer“. Gerade die aktuelle Pandemielage zeigt den Bedarf auf, diese elementaren Regelungen unbedingt im Voraus zu treffen. Zahlreiche unternehmerische Entscheidungen sind bei Ausfall des Firmeninhabers plötzlich nicht mehr möglich. Lieferantenrechnungen, Steuern, Sozialabgaben, Gehälter können u.U. nicht gezahlt werden. Die Auftragsannahme ist gestoppt. Bei fehlendem Notfallplan kann es innerhalb kürzester Zeit zur Insolvenz kommen.
 
Neben den nötigen Regelungen für einen plötzlichen Ausfall sind Unternehmensübergaben aus Altersgründen gut zu planen. Immer weniger Menschen wagen in Deutschland den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Zahl der Unternehmen, die keinen Nachfolger finden, wächst stetig. Deshalb ist es notwendig, sich frühzeitig damit zu beschäftigen. Frühzeitig meint im Idealfall 5 Jahre vor dem Ausscheiden, wie der Referent auf Nachfrage betonte. Wie sehen die Rahmenbedingungen für die Nachfolge aus? Besprochen wurden die Möglichkeiten einer internen Übergabe, einer externen Übergabe und daraus resultierende steuerliche Aspekte. Mögliche Probleme beim Übergabeprozess zeigte Helge Kiecksee auf und gab Empfehlungen für abgebende Unternehmen.
 
Leider fehlt im Tagesgeschäft oft die Zeit, sich um die beim Unternehmerabend thematisierten Sachverhalte angemessen kümmern zu können. Es gab daher gute Hinweise, wie organisatorische Regelungen aussehen können. Helge Kiecksee erläuterte dies anhand praxisnaher Beispiele. Die teilnehmenden Mitglieder bekamen unmittelbar nach der Veranstaltung die umfangreiche Präsentation zugesandt.

Der Unternehmerverband bietet mit solchen und ähnlichen Formaten umfangreiche Unterstützungen für die Mitgliedsunternehmen zu ganz verschiedenen Themen und wie hier zu wichtigen Steuer-, Finanz- und Gesetzesfragen.
 
Wir danken Helge Kiecksee für den überzeugenden Vortrag!
Unternehmer kommt von unternehmen! Das sagte sich einmal mehr unser langjähriges Mitglied Frank Rohloff (Foto). Ihn erfüllt mit Sorge, dass die neuen Vorschriften zur Testpflicht, Kunden z.T. davon abhalten, die Geschäfte aufzusuchen. Die Testkapazitäten müssen also dringend ausgebaut werden, damit Bürger schnell an den erforderlichen Test kommen. Frank Rohloff zeigt Verständnis für die auferlegten Testpflichten. Nur es müssen schnell praxistaugliche Lösungen her, um einer Verringerung der Besucherzahlen in Geschäften entgegenzuwirken.

Viele Jahre schon wirkt Frank Rohloff in der Regionalleitung des Unternehmerverbandes in der Region Ludwigslust-Parchim mit. Er ist geschäftsführender Gesellschafter des BBM-Einrichtungshauses in Parchim. An 4 Standorten hat er Verantwortung für 110 Mitarbeiter. Frank Rohloff, hat der Stadt Parchim, vertreten durch den Bürgermeister, angeboten, den Parkplatz am F.-W.-Raiffeisen-Ring für die Errichtung eines Drive-In Schnelltestzentrums zu nutzen. Alles Notwendige kann an diesem Ort zur Verfügung gestellt werden. Der Platz befindet sich unmittelbar vor dem BBM Einrichtungshaus in der Kreisstadt. Mittlerweile ist BBM bereit, mit Genehmigung der Stadt, gemäß der Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums, den Kontakt und die Organisation selbst zu übernehmen. 

Die Durchführung könnte über ein Unternehmen aus Olpe erfolgen. Das Unternehmen stellt ein leistungsfähiges Testzentrum und geschultes Personal zur Verfügung. Ziel ist es, den Bürgern eine unkomplizierte Testung zur Verfügung zu stellen. Je mehr getestet wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit für Lockerungen, bzw. das Verhindern einer weiteren Notbremse. Das Unternehmen fordert eine Mindestanzahl an Tests von 250 Testungen pro Tag und kann bis zu 70.000 Personen/Monat testen. Der ehemalige und langjährige Regionalleiter des Unternehmerverbandes, Wolfgang Waldmüller, wurde ebenfalls angefragt in der Angelegenheit. Seine umfangreichen Kontakte als Mitglied des Landtages werden in der Sache gern genutzt und haben schon dafür gesorgt, das Projekt voranzutreiben.

Die Erfahrung der letzten Woche hat gezeigt, dass das Angebot an Schnelltests in Parchim und Umgebung unzureichend ist. Das Angebot auf dem Gelände von BBM kann die Lage erheblich verbessern, an 7 Tagen in der Woche. Nur wenn genügend Tests durchgeführt werden, dann wird sich das positiv auf den Handel und später eventuell auch auf die Gastronomie/Hotellerie auswirken.

Die Regionalleitung des Unternehmerverbandes begrüßt das schnelle Handeln von Frank Rohloff und unterstützt seinen Einsatz für das Testzentrum ausdrücklich!
Keine Berufsorientierungsmessen, auf denen sich Arbeitgeber und ihre künftigen Azubis kennen lernen können. Damit nur noch eingeschränkte Möglichkeiten für Unternehmen, sich darzustellen. Wie können potenzielle Auszubildende und Betriebe heute noch zusammen­kommen? Wo finden Firmen ihr Personal von morgen?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Videokonferenz des Unternehmerverbandes in der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim am 22. März. Unternehmen bekamen Einblicke und erhielten Vorschläge zur Gewinnung von Auszubildenden mit digitalen Angeboten. Zunächst ging es um Digitale Berufsorientierungs- und Recruitingformate. Robert Gardlowski und Richard Kaupa sprachen dazu. Beide vertreten das Projekt „Löwenpitch“ der zoneEINZ GmbH. Die Firma ist in der Feldberger Seenlandschaft zu Hause und in ganz Norddeutschland tätig. Durch das Projekt wird Talenten der nächsten Generation bewiesen, dass ihre Region Zukunft hat und Karrieren auch in ländlichen Regionen möglich sind. Damit wird eines der Kernanliegen des Unternehmerverbandes bedient – die Sicherung der Fachkräfte von morgen für den ländlichen Raum. Unternehmen bewerben sich auf einer Bühne zielgruppengerecht bei ihrem (hoffentlich) künftigem Personal. Dies wird in die Schulen oder auch Wohnungen von Azubis der nächsten Generation übertragen.
 
Aber hat die duale Berufsausbildung noch eine Zukunft? Das waren die nächsten Themen des Unternehmerabends. Ein weiteres Projekt, welches in diesem Bereich aktiv ist, kommt aus dem Bundesprogramm „Jobstarter – Zukunft durch Ausbildung“. Joss Wagner von der GiB mbH in Ludwigslust referierte dazu. Er unterstrich insbesondere die Bedeutung von Praktika und des „Probe arbeiten“. Schulnoten sollten nicht das alleinige Kriterium für eine Anstellung sein.
 
Katja Rumstich von der Volker Rumstich Transport GmbH aus Parchim berichtete an praktischen Beispielen über ihre umfang- und ideenreiche Werbung um Auszubildende. Das Unternehmen ist seit 2010 jedes Jahr mit der Ehrung „Top-Ausbildungsbetrieb“ der IHK bedacht worden. Gabriele Ferner vom Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse e.V. sprach über die Erfahrungen im benachbarten Brandenburg. Es wurde deutlich, dass die Unternehmen alle im selben Boot sitzen. Die Suche nach geeigneten Azubis macht nicht an Ländergrenzen halt. Kontakte sind noch während der Videokonferenz geknüpft und damit neue Verbindungen aufgebaut worden.  
 
Wir danken Robert Gardlowski, Richard Kaupa, Joss Wagner, Katja Rumstich und Gabriele Ferner!
Wie können kleine und mittlere Unternehmen IT-Sicherheit konsequent umsetzen und im Fall der Fälle handlungsfähig bleiben? Mit einem unabhängigen Sicherheitsstandard, losgelöst von bestimmten Produkten und für jede Branche nutzbar. Diesen Standard stellte Sebastian Thiede (Foto) beim Unternehmerabend am 15. Februar per Videokonferenz vor.

Die Verbandsregion Ludwigslust-Parchim des Unternehmerverbandes lud zu dieser Veranstaltung ein. Unser Mitgliedsunternehmen Thiede & Brauer GmbH ist ein IT-Systemhaus, welches seit 30 Jahren erfolgreich auch in Norddeutschland agiert.

Sebastian Thiede berichtete zunächst aus dem Bundeslagebricht des BKA. Die Anzahl von Maleware/Schadprogrammen hat mittlerweile gigantische Ausmaße erreicht. Es geht von ca. 312.000 Maleware-Varianten pro Tag, bis ca. 1 Mrd. identifizierter Malwarefamilien. Laut einer Umfrage sind schon 3 von 4 Unternehmen Opfer geworden. Dies betrifft nahezu alle Unternehmensgrößen. Vom kleinen Betrieb also, bis zu Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten.

Anhand von Beispielen erklärte der Referent, wie Schadprogramme auf die Rechner kommen. Eine Schulung und damit die regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter sind anzuraten. Der Sicherheitsstandard Unified Security Cert+ bildet die Schnittstelle bestehender Standards und fokussiert sich auf Maßnahmen, die für kleine und mittlere Unternehmen in der Praxis leistbar sind. Die mögliche Zertifizierung erfolgt in den Kategorien Gold, Silber und Bronze. Geprüfte Maßnahmen zur geprüften IT-Sicherheit wurden vorgestellt. Sicherheit ist dabei als Prozess zu verstehen. Somit wird die Zertifizierung stetig weiterentwickelt. Die vorgestellte Zertifizierung bietet Thiede & Brauer den Firmen auch selbst an.

Der Referent zeigte weiterhin auf, welche aktuellen Gefahren es im IT-Bereich gibt. Erklärt wurde, wie Unternehmen sich schützen können, um Schäden zu vermeiden. Außerdem fanden die besonderen Anforderungen bezüglich Homeoffice Berücksichtigung.

Wir danken Sebastian Thiede für seinen informativen und überzeugenden Vortrag! 
Der Unternehmerverband in der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim begrüßt herzlich 5 neue Mitglieder in seinen Reihen. Wir führen diese in der Reihenfolge des Eintritts in den Verband auf:

1. Marko Zabel, Transporte und Umzüge, Marko Zabel, Kreiener Chaussee 8, 19386 Lübz 

2. Gewerbepark Wanzlitz GmbH & Co. KG, Simon C. Marquardt, Ausbau 3, 19300 Wanzlitz

3. SymPuls Unternehmens-Entwicklung, Rolf Ribbe, Heikendorfer Weg 35, 24149 Kiel

4. APEX Energy Teterow GmbH, Mathias Hehmann, Hans-Adam-Allee 1, 18299 Rostock-Laage

5. Debeka-Servicebüro Boizenburg, Thomas Krienke, Dr.-Alexander-Str. 78, 19258 Boizenburg

Damit hat der Unternehmerverband in der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim in nur knapp 8 Monaten 2020 (Ausgangsbeschränkungen, Kontakteinschränkungen für den Geschäftsstellenleiter auf Grund Corona-Situation), trotz der Verunsicherungen im Markt, 20 neue Mitglieder gewonnen. 345 Mitgliedsunternehmen sind in der Region jetzt aktiv organisiert.


Ausgangssituation – Die Idee
Bestandspflege ist in der Verbandsregion Ludwigslust-Parchim des Unternehmerverbandes seit jeher einer der wichtigsten Aufgaben. Dafür werden viel Zeit und Aufwand investiert. Anfang November waren bereits 131 Besuche bei Mitgliedsunternehmen in knapp 8 Monaten (2 Monate Ausgangsbeschränkung) zu verzeichnen.
Auf Grund der bekannten Lage mit den Kontakteinschränkungen hatte Regionalgeschäftsstellenleiter Guido Raabe eine Idee. Wie kann seitens des Verbandes Flagge gezeigt werden, obwohl   Besuche vor Ort erheblich eingeschränkt sind? Wie kann der Kontakt trotzdem persönlich gestaltet werden? Die Lösung – Anrufe! Anrufe, die nicht maximal 1 Minute, sondern z.T. 20-30 Minuten dauern!
 

Das Ziel
Es ging nicht darum, Umfragen durchzuführen, Betroffenheit zu analysieren, Diagramme zu erstellen und Zahlenkolonnen. Es ging darum – da zu sein, Flagge zu zeigen, ein offenes Ohr zu haben, sich zu kümmern und bei Bedarf, Unterstützung in geeigneter Form anzubieten.
 

Umsetzung
Einfach anfangen, sagte sich Guido Raabe. Einfach das Gespräch suchen. Zu zeigen, da ist jemand, da wird sich gekümmert. Im Ergebnis kamen ca. 250 Telefonate zusammen. Es sind völlig verschiedene Telefonate im Inhalt. Es gibt kein Raster. Es wird auch emotional, aber oft anders als gedacht. Es sind Momente, in denen das Zuhören eine besondere Bedeutung gewinnt.
Dabei wurden bewusst auch die Firmen integriert, die besonders hart von den Schließungen betroffen waren (sind). Die Gespräche gingen quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen. Adressaten befanden sich in 4 Bundesländern und 4 Landkreisen. Einen Gesprächsleitfaden gab es nicht. Individuell wurde reagiert. Eine Länge von über 20 Minuten keine Seltenheit.
Ein allgemeines Bild lässt sich nicht zeichnen. Es geht von – gar nicht betroffen, sogar mehr Umsatz als vorher – bis Lage, stabil – bis zu großen Schwierigkeiten. Auch innerhalb einer Branche lassen sich völlig verschiedene Wahrnehmungen feststellen. Das eine Unternehmen hat Personalbedarf in zweistelliger Höhe, das andere kommt in Turbulenzen auf Grund Abhängigkeiten von Großkunden, oder internationalen Kunden. Das so viel zu hörende C-Wort (Corona) war bei manchen Gesprächen besser wegzulassen. Ebenfalls das Wort Krise, da die Betroffenheit ja völlig verschieden ist. Positiv ist zu vermerken – keiner hat aufgelegt. Keiner ist dem Gespräch ausgewichen. Das wäre durchaus verständlich, angesichts der komplizierten Lage in manchen Branchen. Es lässt sich auch insgesamt kein allgemeingültiges Urteil fällen. Die Situationen ändern sich z.T. täglich. Förderungen wurden in Anspruch genommen, z.T. Es gab auch Gespräche, bei denen auf Grund der Branche fest von einer Förderung auszugehen war. Diese wird aber nicht benötigt. Der viel beschworene Solidaritätsgedanke ist spürbar gewesen. Diejenigen, die mit den höchsten Umsätzen ihrer Firmengeschichte gut dastehen, baten alle darum, nirgends namentlich genannt zu werden. Die Anzahl dieser Firmen befindet sich im höheren zweistelligen Bereich. Branchenübergreifend wurde die Bedeutung des Personals, von vielen Firmen aufgezeigt. In der Häufigkeit ist das in den letzten 10 Jahren so nicht zu registrieren gewesen.
Die Verunsicherung im Markt ist kennzeichnend. Längerfristige Planungen sind daher kaum zu realisieren.
 

Vernetzung
So gewünscht und passend, sind Mitgliedsunternehmen, wie gewohnt, zueinander geführt worden. Hier denken Unternehmen natürlich über Kreis- und Ländergrenzen hinweg. Sie wollen sich austauschen, kooperieren, miteinander Geschäfte machen. Die große Vielfalt der Region Ludwigslust-Parchim des Unternehmerverbandes, die Mitglieder in 6 Bundesländern und 6 Landkreisen hat, kommt dem entgegen. Die Vernetzung des Verbandes bis in die unmittelbaren Entscheidungsträger wurde angeboten und auch genutzt. So konnten Anliegen von Mitgliedsunternehmen direkt in Besprechungen der Regierung eingebracht werden.
 

Unternehmerverband hält zusammen
Die gleichnamige Aktion des Radiosenders Ostseewelle wurde als Aufhänger genutzt bei der Ansprache von Mitgliedsunternehmen, die schließen mussten, aber noch Angebote online, zum Abholen, oder Lieferservice bieten. In wöchentliche Rundmails wurde das kostenfreie Portal beworben. Hier konnten Mitgliedsunternehmen ihre Angebote einem breiten Publikum vorstellen. Im Telefonat ist auch nochmal darauf hingewiesen worden.
 

Unterstützung
Das in der Region bestehende kostenfreie Serviceangebot im Bereich betriebswirtschaftliche Beratung wurde in den Telefonaten aktiv beworben. Vermittlungen fanden und finden hier vermehrt statt. Die Region kann sich als Dienstleister zeigen. Hier wird unbürokratisch und schnell reagiert. Anfragen kamen teilweise nach 22.00 Uhr, auch Telefonate. Für eine schnelle, flexible Reaktion zeigen sich die Unternehmen dankbar.
 

Ausblick
Die erneute Schließung einiger Branchen stellt manche Unternehmen auf eine weitere, harte Bewährungsprobe. Verstärkt sind Anfragen zu verzeichnen. Ein Fazit gibt es nicht. Die Situation ist nicht vorbei. Der Markt zu unsicher und Entwicklungen nicht absehbar.
 
Seite 1 von 17